Wilde Gestade Spielbericht – Tatort: Schutzheim, Teil 1

Ausschreibung: Die Schutzheimer Loge der Lotusderwische ist spurlos verschwunden! Schon droht Gewalt zwischen dem Prometheus- und dem Pan-Tempel! Die Lotusfresser benötigen die Derwische zur Einweihung ihres neuen Fischmarktes… Findet ihr sie, bevor Gewalt ausbricht?! 

Kommissare und Ermittler: Bulg der Brecher (Ftr1), Bart von Hinderum (Illusionist a.D.), Beara the Widowmourner (Dionysos Clr 4), Beatrix (Ishtar Clr 2), Pech /Milch (Ftr 3), Feletheus (Illusionist 1)

“I think the truth is always simple. It has pretty much got to be. It needs to be simple enough for a child to understand. Otherwise it’d be too late. By the time you figured it out it would be too late.” 

Cormac McCarthy, No Country for Old Men

Das Verbrechen: Kurz vor Mitternacht, nach Verkauf des zu schmuggelnden Lotus, machen sich unsere Lotus-Kommissare an die Arbeit. Alle sechs Lotusderwische der örtlichen Loge sind am Morgen bei der Probe zur Eröffnung des neuen Fischmarktes entführt worden! Der neue Fischmarkt soll die reichen Schutzheimer aus dem Pilgerfels anlocken – die Lotusfresser wollen so Geld waschen. Doch ohne Lotusderwische keine große Pan-Zeremonie und keine Einweihung! Wer steckt hinter dieser Teufelei?

SpuSi: Am Fischmarkt wurden im Laufe des Tages bereits Spuren gesichert. Als unsere Ermittler dort ankommen, werden sie von verschlafenen Wachen hereingelassen. Rudaxx der Spion des Erbschenks hält sich auffällig unauffällig im Hintergrund, während Vannius der Lotusfresser dafür sorgt, dass die Lotus-Kommissare frei schalten und walten können. Zwei Fischverkäufer wurden getötet und liegen noch auf Eis: sie starben an Krallenverletzungen. Auch wurden aus ihnen post mortem große Stücke herausgebissen. Im Fischmarkt wurden außerdem ein zerissener, blutiger Lorbeerkranz gefunden – wie ihn Pan-Bacchanten zum Feiern tragen; ein steinerner Ring – wie ihn Prometheus-Gläubige zusammen mit einem eisernen Gegenstück tragen, um daran zu erinnern, wie Prometheus  an den Felsen gekettet wurde; und ein Säckchen voller Kauri-Schnecken – ein in Schutzheim unübliches Zahlungsmittel. Einen Zeugen gibt es auch: den Fischer Pollgerom.

Die Ermittlungen: Messerscharf und in Rekordzeit wird die Spurensicherung ignoriert. Der Pan-Tempel kann kein Interesse an der Entführung haben und beim Prometheus-Tempel würde sie rasch auffliegen. Die Kauri-Schnecken interessieren nicht weiter. Pollgerom, der Fischer, wird in der Nacht aufgesucht – obwohl die Ermittler ohne Anhaltspunkte bereits vermuten, dass die Saftige Seepocke etwas mit dem Verschwinden der Lotusderwische zu tun hat. 

Rückblick: Die Saftige Seepocke ist eine Karavelle aus der Pomarj, die seit zwei Tagen im Hafen liegt. Sie liegt viel zu tief im Wasser, auf ihrem Deck sind zu wenige Seeleute, niemand kam zum Landgang, die Straflegionäre wurden von ihrem Kapitän gebeten, die Blockade des Docks besonders aufmerksam durchzuführen, zwei ledige Schiffszimmerer, die zur Reparatur an Bord kamen sind noch nicht zurückgekehrt und an Bord führen zwei dicke Schläuche unter Wasser.

Das Verhör: Pollgerom der Fischer bereut es, nachdem man ihn geweckt hat, jemals seine Beobachtungen offenbar gemacht zu haben – immerhin gab es auch andere Zeugen, die sich nicht gemeldet haben. Seine Frau ist sogar noch verärgerter wegen der ganzen Scherereien, kann aber durch das Gold für ein neues Netz beruhigt werden. Der Überfall erfolgte am Morgen, von einem guten dutzend Gestalten mit schwarzen Kapuzenmänteln. Pollgerom war auf seinem Boot im Hafen und wendete, als er das bemerkte. Sie verließen kurze Zeit später den Fischmarkt wieder und hatten trugen wohl die Lotusderwische Richtung Norden. 

Haus-zu-Haus-Befragung: Ein Schiffszimmerer, ein Taumacher, ein Arrakbrenner – das sind die Geschäfte in der Nähe, doch mitten in der Nacht wollen die Ermittler die Bewohner nicht auf gut Glück wecken. Ein Gruppe grölender Lotusbrüder, die spätnachts um die Häuser ziehen wird befragt – und weiß nicht wirklich etwas über Dinge, die am morgen passiert sind. Aber: sie sind sauer, weil sie nicht zur Hausparty in einer Gerberei dürfen. Da die Gerberei im richtigen Häuserblock liegt entscheiden die Kommissare, sie aufzusuchen.

Hausdurchsuchung: Bei der Gerberei ist mittlerweile keine große Party mehr. Durch die geschlossenen Fensterläden kann man einen Messy-Haushalt erahnen, durch Licht aus einem hinteren Raum schwach erleuchtet. Ungegerbte Ziegenhäute, Bottiche mit Urin, Unrat am Boden. Bulg entscheidet sich, dass der direkte Weg der beste ist und klopft an die Tür. Eine Frau öffnet, sie trägt eine lederne Arbeitsrobe und ist, so spät in der Nacht – oder früh am Morgen – abweisend. Als Bulg feststellt, dass man ihn abweisen möchte, entscheiden die Ermittler, sich durch Gewalt Zutritt zur Wohnung zu verschaffen! Bulg stößt mit einem Kraftakt die Türe auf, die Frau taumelt zurück zieht ein Küchenbeil und ruft überrascht um Hilfe! Aus dem hinteren Raum kommt als Antwort eine blubbernde Stimme, die Befehle gibt. Weitere Gäste der Party drängen sich aus dem dunklen Messie-Haushalt Richtung Türe und leisten Widerstand – sie sind ärmlich gekleidet, mit Lederschürzen und improvisierten Waffen. Einige haben Blutspuren um den Mund. Bulg hat kaum Platz, seine Hellebarde zu schwingen, doch Schlag auf Schlag schafft er mehr Platz, die anderen Ermittler rücken nach, um die Hausdurchsuchung zu unterstützen. Partygäste und Hausbewohner, die sich wehren, werden kriminologisch einwandfrei niedergemetzelt. Im Hintergrund hört man dreimal ein lautes Platschen, als würde etwas tief ins Wasser fallen. Schließlich sind die Personnagen durchgedrungen, kein Hausbewohner rührt sich mehr, der Blick ist frei in das Hinterzimmer. Auf dem Tisch an der Hinterseite des vernachlässigten Raumes liegt eine Leiche: ein Mann, genauso ärmlich gekleidet wie die getöteten Gegner. Auch aus ihm wurden post mortem Stücke gebissen, allerdings sind die Bissspuren menschlich. Umgeben ist die Leiche von drei geköpften Hühnern. An der Wand ist eine schmucklose Kohlezeichnung: ein Schakalkopf und ein Krokodil. Die Personnagen finden eine Falltüre, die eine Art Brunnen verdeckt, der einige Meter in die Tiefe führt. Unten findet sich Brackwasser. Bei den Leichen finden die Personnagen grünen Lotus – auf eine allzu gründliche Durchsuchung der Messie-Gerberei wird verzichtet. 

Fortsetzung folgt…

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